Welchen Kontenrahmen nehmen wir?
Zuletzt aktualisiert am 28. August 2026
Was ein Kontenrahmen ist
Unter Einstellungen → Kontenrahmen & Konten wählt ihr den Kontenrahmen. Die Voreinstellung „Vereinfacht" passt den meisten Vereinen.
Er ist die Liste der Schubladen, in die eure Einnahmen und Ausgaben wandern. Jede Schublade hat eine Nummer und einen Namen — zum Beispiel 4000 Mitgliedsbeiträge oder 4200 Erlöse Vereinsgaststätte.
Ihr wählt ihn einmal aus. Er entscheidet, welche Nummern euch beim Erfassen eines Belegs angeboten werden.
Die drei zur Wahl
Vereinfacht — rund 180 Konten mit lesbaren Namen. Für die allermeisten Vereine die richtige Wahl, und die Voreinstellung. Nehmt ihn, wenn ihr eure Buchhaltung selbst macht.
SKR42 — der DATEV-Kontenrahmen für Vereine, Stiftungen und gGmbHs. Rund 1.100 Konten. Nehmt ihn, wenn ein Steuerberater eure Zahlen bekommt und mit DATEV arbeitet; dann erwartet er diese Nummern.
SKR49 — für Verbände und größere Organisationen mit gegliedertem Rechnungswesen. Rund 1.500 Konten. Wenn ihr nicht sicher seid, ob ihr ihn braucht, braucht ihr ihn nicht.
Wo ihr ihn einstellt
Einstellungen → Kontenrahmen & Konten, ganz oben.
Was passiert, wenn ihr später wechselt
Bereits erfasste Buchungen behalten ihre Kontonummern — sie werden nicht umgeschrieben. Ihr habt danach also Buchungen aus zwei Welten. Das ist kein Beinbruch, aber es macht die Auswertung eines Jahres unübersichtlich. Wechselt, wenn überhaupt, zum Jahreswechsel.
Eine Besonderheit beim SKR49
Bei „Vereinfacht" und SKR42 landen Mitgliedsbeiträge automatisch auf Konto 4000. Der SKR49 gliedert die Beitragserträge nach Höhe (2110, 2120 …). Weil die Software nicht raten soll, welches davon richtig ist, bucht sie Beiträge dort nicht automatisch — sie sagt es beim Zuordnen und überlässt euch die Wahl.
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